Am 26. August 2011 wird das BAFöG 40 Jahre alt. Das BAFöG wurde damals mit dem Ziel eingeführt, möglichst allen sozialen Gruppen Bildung durch finanzielle Unterstützung zu ermöglichen und somit der Ungleichheit von Bildungschancen entgegenzuwirken und stattdessen eine soziale Öffnung vor allem der Hochschulen herbeizuführen.

Mit einer bunten Aktion wollen wir am Geburtstag des BAFöG auf dem Mainzer Neubrunnenplatz auf das BAFöG, seine Bedeutung, Defizite und unsere Verbesserungsvorschläge aufmerksam machen.

Wie sieht es heute aus?

In kaum einem anderen modernen Staat hängt der Bildungserfolg so stark von der Stellung der Eltern ab wie in Deutschland. Heißt konkret: Bildung ist ein Gut, welches sich nur die leisten können, die das nötige Kleingeld haben. Auch nach 60 Jahren BAFöG ist es immer noch so, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien an Hochschulen deutlich unterrepräsentiert sind. Kein Wunder. Denn lediglich jeder vierte Studi erhält überhaupt BAFöG, wovon lediglich 49 Prozent den Höchstsatz bekommen. Der Durschnitt erhält nur 436 Euro im Monat, wovon vielerorts gerade einmal die Miete bezahlt werden kann. Arbeiten neben dem Studium gehört somit bereits für 2/3 aller Studierende zur Tagesordnung neben Bachelor-Stress und verstärktem Konkurrenzdruck. Und: Die Hälfte des erhaltenen BAFöG muss nach dem Studium zurückgezahlt werden, was bedeutet, dass man bereits mit mehreren Tausend Euro Schulden ins Arbeitsleben startet. Auch dies hält viele junge Menschen, gerade aus schlechter gestellten Familien, vom Studium ab.

Von Seiten der Regierung wird neben dem BAFöG immer mehr auf Elitenförderung gesetzt. So werden verstärkt Stipendien, zuletzt durch das Nationale Stipendienprogramm, an als besonders begabt angesehene Studis vergeben. So werden diejenigen weiter gefördert, die sowieso schon aus einkommensstarkem und bildungsnahem Umfeld kommen. Diese Tendenz treibt die soziale Spaltung an den Hochschulen voran und ist deswegen scharf zu kritisieren.

Was fordern wir?

Die DGB-Jugend fordert die breite Förderung aller Menschen, die studieren bzw. dies wollen, es sich sonst aber nicht leisten könnten. Dies bedeutet, dass deutlich mehr Studierende in die Förderung einbezogen werden müssen. Außerdem muss der Betrag deutlich steigen, damit man davon auch wirklich leben kann, und er muss regelmäßig an die Lohn- und Inflationsentwicklung angepasst werden. Die vermeintliche Elitenförderung Einzelner lehnen wir ab. Stipendien können das BAFöG lediglich ergänzen, letzeres sollte aber Herzstück der Studienfinanzierung bleiben und deutlich ausgebaut werden. Auch die Altersgrenze von 30 Jahren lehnen wir ab. Wirtschaft und Staat verlangen, dass wir lebenslang lernen, also darf es auch keine Grenze bei der Bildungsförderung geben.

Bildung ist ein Menschenrecht und BAFöG ein Rechtsanspruch. Jeder und jedem muss es möglich sein, sich zu bilden und weiterzubilden, unabhängig davon, welche Stellung seine bzw. ihre Eltern haben. Insofern ist es gut, dass es das BAFöG gibt – vollkommen unkritisch darf sein Geburtstag aber dennoch nicht gefeiert werden.

Was läuft im Sommersemester?

Posted: 13. April 2011 in Uncategorized

13. April Infostand bei der Ersti-Begrüßung im ReWi

29. April Grillen auf dem Campus zum Thema 1. Mai

9. Juni Grillen zur Kampagne “Wie willst du leben?” der DGB-Jugend

Mitte Juni Veranstaltung zum Thema “40 Jahre Bafög”

21. Juni Veranstaltung der GEW: Einstieg in das Referendariat

Außerdem Filvorführung und Diskussion zur Situation der Hiwis sowie Ausstellung zum Thema Praktikum/ Betriebsbesichtigungen (evtl. Kooperation mit Betriebsräten)

Mach mit!

Am 27.01. wollen wir gemeinsam mit euch über die Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbereich diskutieren. Beginn ist 19 Uhr im Hörsaal 15 an der Uni Mainz. Andreas Keller von der GEW wird das Templiner Manifest vorstellen, welches als Diskussionsimpuls dienen soll. Weitere RednerInnen sind angefragt.

Hier gehts zum Flyer: templinermanifest

Hello world!

Posted: 7. Januar 2011 in Uncategorized

Herzlich Willkommen auf dem Blog der DGB-Hochschulgruppe Mainz. Hier findest du alle Infos zu uns, unseren Aktionen und Möglichkeiten, dich einzubringen.